Amphibien und Reptilien gesucht

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Naturschutz nebenbei – Drei Klicks liefern wichtige Daten

 

„Vielleicht könnte man engere Partnerschaften mit Naturschutzprojekten in Österreich knüpfen, von denen beide Seiten profitieren würden.“ meinte Christian Wappl vor kurzem im VTNÖ-Blog. Und damit hat er vollkommen Recht. Durch wenige Klicks kann man Wissenschaftler bei ihrer Arbeit unterstützen.

 

Naturfotograf*innen verbringen viel Zeit im Grünen, sind darauf geschult genau hinzuschauen und haben oft eine ausgezeichnete Artkenntnis. Und das Wichtigste: Sie dokumentieren ihre Beobachtungen in Form von hochqualitativen Fotos. Die besten Fotos werden zwar veröffentlicht, aber hunderte andere Aufnahmen, teilweise von seltenen und geschützten Arten, verbleiben in den Archiven. Diese Archive sind deswegen Schatzkammern für Naturschutz und Wissenschaft, deren Potential oft nicht genutzt wird. Dabei geht es heute leichter als je zuvor, diese Schatzkammern zu öffnen!

Meldeplattformen wie iNaturalist.org oder observation.org ermöglichen das einfache Teilen von Beobachtungen, womit sie für die Weiternutzung zur Verfügung stehen.

Auch als Naturfotograf*in kann man von den Plattformen profitieren. Etwa um Beobachtungen bestimmen zu lassen, aber auch um Vorkommen von bestimmten Arten zu finden. Möchte man zum Beispiel Erdkröten oder Smaragdeidechsen fotografieren, reicht ein kurzer Blick auf iNaturalist und man, weiß wo sie in der Umgebung leben.

 

 

Amphibien und Reptilien gesucht!

 

Amphibien und Reptilien sind generell großartige Fotomotive, wie die Aufnahmen Kai Kolodziej, VTNÖ-Naturfotograf des Jahres 2024, in diesem Blogbeitrag zeigen. Beide Artengruppen stehen auch im Fokus des Biodiversitätsfondsprojekts „Amphibien und Reptilien Österreichs“ vom Naturhistorischen Museum Wien, bei dem Beobachtungsdaten zusammengeführt und für Projekte wie die Aktualisierung der Roten Liste aufbereitet werden. Deswegen der Aufruf an alle, die schon einmal Zauneidechse, Gelbbauchunke, Ringelnatter und Co. fotografiert haben: Öffnet eure Archive und teilt eure Amphibien- und Reptilienbeobachtungen mit uns! Und geht auch in Zukunft an keinem Feuersalamander mehr vorbei, ohne zumindest einen Schnappschuss mit dem Handy zu machen und über eine entsprechende App hochzuladen. Ein Vorgang, der keine 10 Sekunden dauert.

 

Fotograf*innen brauchen sich dabei keine Sorge um die Fotos machen. Auf den meisten Plattformen regeln Creative Commons Lizenzen die mögliche Nutzung der Bilder durch Dritte. Und alle die trotzdem Bedenken haben, können Beobachtungen mit Angabe von Datum und Fundort auch einfach an christoph.leeb@nhm.at schicken. 🙂

 

 

Das Projekt „Amphibien und Reptilien Österreichs“ wird durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Herpetologischen Sammlung des Naturhistorischen Museum Wiens geleitet und erfolgt in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH), dem Haus der Natur (Salzburg), dem Naturschutzbund und vielen regionalen Partnern. Es wird durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gefördert.

 

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