Interview mit Barbara Seiberl-Stark

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Barbara liebt die Natur und die Berge und das sieht man an ihren Bildern! Sie versteht es außergewöhnliche Lichtstimmungen mit der Kamera festzuhalten und die Betrachter mit ihren Bildern zu bezaubern.

 

 

 

 

Auf welche Themenbereiche der Naturfotografie hast du dich spezialisiert und was inspiriert dich hierbei?

Prinzipiell interessieren mich wirklich alle Bereiche der Naturfotografie, aber im Laufe der Zeit hat sich die Landschaftsfotografie als mein „Steckenpferd“ herauskristallisiert. Ich war immer schon extrem „reisefreudig“ und besonders gern in den Bergen unterwegs,  lange bevor ich mit dem Fotografieren begonnen habe.

      

Diese Bereiche lassen sich wunderbar miteinander verbinden und so bin ich am liebsten mit Rucksack, Zelt und Kameraausrüstung unterwegs, um das perfekte Licht einzufangen. So ein kleiner Schwerpunkt ist auch die Vogelfotografie. Und wenn es meine Zeit zulässt, verbringe ich viele Stunden im Seewinkel.

 

Was war dein erfolgreichstes Foto und wie entstand es?

Puh…sehr schwierige Frage, fast schon „philosophisch“. Was ist Erfolg? Ein Foto, das schon viele Preise gewonnen hat? Eines, das auf einem Social Media Kanal 1000 „likes“ bekommt? Eines, das man sich unter besonderen „Mühen“ erarbeitet hat und deshalb immer etwas „Besonderes“ sein wird?

Trotzdem gibt es bei dieser Frage einen Favoriten, der mir sofort ins Gedächtnis kommt und der immer einen besonderen Platz in meiner „Best-of-Galerie“ haben wird:  eine Aufnahme vom Gebirgsstock des Torres del Paine Massivs. Sie ist nach mehreren Tagen heftigen Regens und Sturms entstanden, als ich wirklich schon jegliche Hoffnung auf Wetterbesserung aufgegeben hatte. Nur mit Mühe hab ich mich an diesem Morgen motivieren können, mein Zelt zu verlassen. Dann riss die Wolkendecke plötzlich auf und die imposanten Felsen wurden in fast schon „unwirklich“ anmutendes Licht getaucht. Es war einer der wunderbarsten Momente in meinem „Fotografenleben“.

 

Was möchtest du mit deinen Fotos vermitteln?

Ich möchte mit meinen Bildern einfach „Freude“ bereiten. Zeigen, wie schön die Welt ist. Besondere Momente einfangen, die beim Betrachter Emotionen auslösen. Das können jetzt auch ganz andere sein, als ich sie beim Fotografieren hatte.

 

Welchen Rat würdest du einem Fotografen geben, bessere Fotos in deinem Themenbereich zu machen?

Der wichtigste Punkt ist glaub ich, dass man immer versuchen sollte, sich selbst treu zu bleiben. Und nicht zu versuchen, Bilder „nachzumachen“ (sowohl von der Motivwahl her als auch von der Bearbeitung).

Wenn du„neugierig“ bleibst, wirst du auch an Plätzen, die schon 1000 Mal fotografiert wurden, besondere Bilder mit heim nehmen. Das heißt jetzt nicht, dass du bekannte Plätze meiden sollst, aber eine Portion „Entdeckergeist“ ist wichtig, um Kreativität und „das Auge“ zu schulen. Hochformat, Panorama, verschiedene Perspektiven….ich komme oft mit 50 Bildern des selben Motivs heim und im Endeffekt finde ich dann EINES wirklich gut.

Und noch ein Tipp: Dein Werkzeug solltest du echt im Schlaf beherrschen, denn außergewöhnliche Momente dauern oft sehr kurz. Und noch ein Punkt: Wenn du es nicht mit wirklicher Leidenschaft betreibst, wird es schwer, denn das „Leiden“ gehört wie der Name schon sagt auch dazu. Nur wenn du für die Sache „brennst“, wirst du auch mit Misserfolgen gut leben können. (Das gilt aber nicht nur für die Landschaftsfotografie)

 

Welche Projekte bzw. Vorhaben stehen in deiner nahen Zukunft an?


Ich war heuer im Mai zweieinhalb Wochen in Schottland …das war eine „Solo-Tour“ mit Zelt, ganz so wie ich es mag. Oft werde ich gefragt, ob mir das alleine nicht zu fad wäre: NEIN, ich liebe diese Art zu reisen, denn da kann ich ganz meinem eigenen Rhythmus folgen und mich voll und ganz der Fotografie widmen. Hauptsächlich habe ich mich da auf und rund um Skye und auf den Inseln Harris und Lewis aufgehalten.

Im Sommer geht es für 3 Wochen nach Irland, das ist sozusagen der „Familienurlaub“. Da ich eine wirklich sehr verständnisvolle Partnerin habe, wird auch hier das Fotografieren nicht zu kurz kommen. Schwerpunkt wird die Küste im Norden sein.

Dazwischen geht es noch nach Sylt und übers Jahr verteilt werde ich drei Workshops abhalten (einen im Seewinkel und zwei in den Dolomiten), was natürlich einiger Vorbereitung bedarf.

 

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Alle Fotos wurden von Barbara Seiberl-Stark gemacht und sind urheberrechtlich geschützt.

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