Interview mit Harald Stelzer

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Harald Stelzer liebt die Wildtierfotografie. Ob räuberische Tiere oder Greifvögel, er investiert viel Zeit und Geduld.

 

 

 

 

 

 

 

Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Angefangen hat alles in den USA mit Weißkopfseeadlern. Die haben mich so fasziniert, dass ich als für ein halbes Jahr in Seattle gelebt habe, mir mein erstes Teleobjektiv gekauft habe. Keine Ahnung irgend ein ganz altes Teil mit 300 mm. Zurückgekommen bin ich dann mit dem Sigma 50-500, das war damals für mich dann schon ganz ordentlich. Dann habe ich lange nichts gemacht, und erst wieder 2014 angefangen, um nach knapp einem Jahr wieder aufzuhören, fotografischer Overkill in Indien. Dann jahrelang wieder keine Kamera angerührt, außer um meine Harley zu fotografieren (damals mein ganzer Stolz), und eigentlich erst wieder im Oktober 2020 durchgestartet mit dem Erwerb des 600er. Du bist fotografisch sehr viel in deiner Heimat/näheren Umgebung unterwegs.

 

 

Was sind deine bevorzugten Motive, Harald Stelzer?

Ich bevorzuge Räuber und Fell, aber das ist nicht so einfach zu finden. Ich bin froh, dass ich den vergangen Monaten einige schöne Fuchsbilder machen konnte. Und ich war auch bei den Bären in Slowenien und habe mir an den Goldschakalen in Kroatien die Zähne ausgebissen (nur dunkle Nachtaufnahmen). Viel Glück hatte ich mit den Rehen und Nutria an meinem Lieblingsplatz und auch mit den Steinböcken am Röthelstein. Auch bei den Vögeln sind die Greifvögel meine Favoriten, wobei ich in Litauen und Polen Seeadler fotografieren konnte, oder auch Gänsegeier in Kroatien. Natürlich lasse ich auch Eisvögel, Bienenfresser und Co nicht aus.

 

Adler
Seeadler

 

 

Hast du Tipps für Fotografen, die sich weiterentwickeln möchten?

Investieren, Zeit, Geduld und auch Geld. Für die Wildtierfotografie muss man sich Möglichkeiten erst schaffen bzw. diese auffinden. Das braucht Zeit und dann auch Übung. Aber das ist natürlich auch die Herausforderung. Ich persönlich bin aber nicht jemand, der sich Projekt ausdenkt und dann Jahre darin investiert. Ich versuche möglichst viel zu fotografieren und auch an unterschiedlichen Orten, die ich mir natürlich vorher auch anschaue. Kontakte und Informationen sind da natürlich ganz wesentlich. Und man muss auch einiges an Geld in die Hand nehmen und in die Ausrüstung investieren. Natürlich kann man auch mit weniger auskommen, aber Situationen kommen nicht wieder, und man ärgert sich dann doch, wenn das Foto noch besser hätte sein können. Qualität steht für mich bei den Aufnahmen ganz oben.

 

 

 

Gibt es ein ganz spezielles Foto für dich? Eine Art „Lieblingsfoto“, weil du dich an ein bestimmtes Erlebnis erinnerst oder viel Zeit und Mühe in die Vorbereitungen und Recherchen gesteckt hast.

Das ist schwer, es sind letzte Jahr so viele tolle Erlebnisse und Fotos gewesen. Wenn ich mich spontan entscheiden muss, dann würde ich das Foto vom Flattersprung des Auerhahns wählen. Dies verbinde ich auch mit dem Ansitz im Spiegel in den frühen Morgenstunden, auch wenn das Foto dann nicht dort entstanden ist. Diesen wunderschönen großen Vogel so hautnah erleben zu dürfen, war schon wirklich etwas ganz besonders. (Danke Heinz)

 

Auerhahn
Auerhahn

 

 

Hast du Pläne fürs Neue Jahr oder bestimmte fotografische Projekte im Kopf?

Ja, ich habe viele Pläne. Beruflich werde ich mich, falls alles gut geht, für jeweils eine Woche in Spanien und Norwegen aufhalten und das dann auch mit entsprechenden Touren fürs Fotografieren verbinden. Sonst möchte ich auch in Ungarn mal etwas machen und im Sommer u.U. nach Finnland. Aber auch das Burgenland werde ich wieder oft heimsuchen, ich liebe es einfach dort mit dem Campingbus unterwegs zu sein.

 

 

 

Alle Fotos wurden von Harald Stelzer gemacht und sind urheberrechtlich geschützt.

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