Interview mit Martin Berndorfer

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Vor allem die heimischen Wildtierarten hat Martin Berndorfer mit Vorliebe vor seiner Kamera. Er beschäftigt sich aber auch gerne mit Makromotiven oder Landschaften.

 

 

 

 

 

Auf welche Themenbereiche der Naturfotografie hast du dich spezialisiert und was inspiriert dich hierbei?

 

Die Fotografie hat mich eigentlich schon immer begleitet, so richtig eingetaucht habe ich in die Materie aber erst mit dem Kauf meiner ersten Vollformatkamera 2018. Zuerst habe ich mich eher auf Landschaften konzentriert, doch sehr faszinierend fand ich schon bald die Fotografie der heimischen Wildtierarten. Daher ließ ein Teleobjektiv mit langer Brennweite nicht lange auf sich warten und seitdem verbringe ich viele Stunden gut getarnt in den heimischen Auwäldern um vor allem dem Eisvogel und Seeadler zu stalken. Im Frühling bin ich aber auch sehr gerne mit anderen VTNÖ-Mitgliedern auf der Suche nach Makromotiven unterwegs und im Herbst sind auch Landschaften und Wasserläufe ein sehr begehrtes Fotomotiv von mir. Die Natur mit ihren Farben, Formen und Leben inspiriert zu jeder Jahreszeit und motiviert jede Minute zu nützen, um diese festzuhalten.

 

 

 

Was war dein erfolgreichstes Foto und wie entstand es?

(c) Martin Berndorfer

Diese Frage ist schwierig zu beantworten, denn einerseits kann ein Foto aus rein subjektiver Sicht das Erfolgreichste sein, wenn man zum Beispiel zum ersten Mal ein scheues Tier halbwegs fotogen abgelichtet hat. Andererseits ist es vielleicht ein Foto, das auf Instagram viele Likes erhascht hat oder bei einem Wettbewerb einen Preis gewonnen hat?

 

Zur ersten Sorte zählt für mich mein erstes Foto von „meinem“ Eisvogel. Ich will es hier gar nicht zeigen, er saß nicht wirklich optimal und hinter Zweigen halb versteckt, doch diesen Moment werde ich wohl nie vergessen!

 

Mein erfolgreichstes Bild bei Instagram war die Aufnahme des Sonnenaufgangs über dem Nebelmeer auf der Hohen Wand wo sich doch tatsächlich ein Steinbock ins Bild verirrt hat. Dieses Foto wurde auf der Seite „Naturfotografie Deutschland“ Foto des Monats November 2019.

 

 

 

Martin Berndorfer, was möchtest du mit deinen Bildern vermitteln?

Es ist sicherlich der Versuch auch andere Menschen durch meine Bilder an meiner Begeisterung an der Natur teilhaben zu lassen und vielleicht auch für die Schönheiten der heimischen Natur zu begeistern!

 

 

 

Welchen Rat würdest du anderen FotografInnen geben, bessere Fotos in deinem Themenbereich zu machen?

 

(c) Martin Berndorfer

 

Ich denke, dass es bei jedem Foto, sei es Landschaft, Makro oder Wildlife sehr auf die vorhandene Lichtsituation ankommt, um stimmungsvolle Fotos machen zu können. Daher versuche ich auch meistens in den frühen Morgenstunden oder am Abend unterwegs zu sein, um das schöne Licht ausnutzen zu können. Sehr wichtig ist bei der Naturfotografie auch sich in Geduld zu üben und mehrere Versuche zu starten, um das gewünschte Foto zu bekommen.

 

 

Welche Projekte bzw. Vorhaben stehen in deiner Zukunft an, Martin Berndorfer?

 

Ein Langzeitprojekt ist für mich der Eisvogel. Wir verbringen fast jedes Wochenende in der Au in der Nähe eines Altarmes. Dort will ich versuchen durch Abgraben von Brutwänden den Eisvogel anzulocken und für den Bau von Bruthöhlen zu animieren. Es wird ein längeres Projekt, erste kleine Erfolge habe ich schon feiern dürfen.

Es gibt aber auch einen Themenbereich der Naturfotografie, der mich sehr interessiert, und zwar die Astrofotografie. Vielleicht gibt es auch von Seiten des VTNÖ einmal ein Treffen zu diesem Thema?

 

Alle Fotos wurden von Martin Berndorfer gemacht und sind urheberrechtlich geschützt.

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