Interview mit Stefan Schnauder

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Stefan Schnauder

 

Stefan Schnauder liebt die Landschafts- und die Tierfotografie. Ob in heimischen Gegenden oder seit ein paar Jahren vermehrt auch auf den griechischen Inseln, seine Motive findet er immer wieder.

 

 

 

 

Auf welche Themenbereiche der Naturfotografie hast du dich spezialisiert und was inspiriert dich hierbei?

Grundsätzlich fotografiere ich Landschaften und Tiere. Bei Landschaften bevorzuge ich Plätze mit Wasser, wie zum Beispiel Bäche, Flüsse, Seen und vor allem das Meer. Bei den Tieren bevorzuge ich Vögel. Da haben es mir besonders die Greifvögel angetan. Da ich grundsätzlich gerne Zeit am Wasser verbringe, gehören auch Wasservögel zu meinen Motiven. Allerdings finde ich Hamster und die Familie der Hörnchen auch sehr entzückend.

Bis vor zwei Jahren war dies noch sehr ausgewogen. Aber seit letztem Jahr verschiebt sich der Fokus Richtung Tierfotografie. Das heißt aber nicht, dass ich keine Landschaftsfotografie mehr betreibe.

 

Stefan Schnauder

 

Was war dein erfolgreichstes Foto und wie entstand es?

Zuerst stellt sich die Frage, was ist ein erfolgreiches Foto? Ist es ein Foto, mit dem man bei einem oder mehreren Wettbewerben gewonnen hat? Handelt es sich dabei um ein Bild, welches auf einem oder mehreren Social Media-Kanälen viele Likes erhascht und oft geteilt wurde? Oder ist ein erfolgreiches Foto, wenn man enormen Aufwand auf sich nehmen musste, um das gewünschte Foto von einem bestimmten Tier, Landschaft, Pflanzen „im Kasten“ zu haben? Für mich ist das sicher eher letzteres. Zusätzlich kommt noch dazu, wenn ich dann mit einem Bild auch nach Wochen, Monaten und Jahren immer noch eine Freude damit habe. Wenn die Freude dann noch so groß ist, dann lasse ich mir davon sogar noch einen Print für die Wohnung aufhänge und wenn ich es sehe, sind die Glücksgefühle die gleichen, wie am Tag der Entstehung.

Unter diese Kategorie zählen für mich mehrere Bilder. Eines zum Beispiel ist ein Motiv, welches ich auf der griechischen Insel Kalymnos gemacht habe. Diese Insel besuche ich schon über einige Jahre immer wieder. Von einem griechischen Freund bekam ich einen Tipp zu diesem Platz. Ich musste jedoch mehrere Versuche (Reisen) unternehmen, um bei einem farbenfrohen Sonnenuntergang auch Wolken vorzufinden. Das war für mich bis jetzt eine einmalige Gelegenheit, denn seitdem fand ich bei weiteren Besuchen keine entsprechende Situation mehr vor.

 

 

 

Stefan Schnauder, was möchtest du mit deinen Bildern vermitteln?

Ist man viel in der Natur unterwegs, ist es von Vorteil, sich auch mit seinen Motiven auseinanderzusetzen (Gewohnheiten, Habitate der Tiere, wie sind die landschaftlichen Gegebenheiten zu bestimmten Jahreszeiten etc.). Je mehr man sich damit auch auseinandersetzt, desto mehr stellt man fest, wie schützenswert die Natur ist. Meine Bilder sollen ebenso dazu beitragen, dass wir achtsam mit ihr umgehen müssen.

 

Stefan Schnauder

 

Welchen Rat würdest du anderen FotografInnen geben, bessere Fotos in deinem Themenbereich zu machen?

Frei nach den Sprichwörtern „Rom wurde nicht an einem Tag gebaut“ und „es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ ist Geduld erforderlich. Denn es braucht oft viel Übung und Erfahrung. Abhängig von den zur Verfügung stehenden Ressourcen (Zeit, Equipment und Geld für die Nebenausgaben wie Reisen) und mit dem Willen sich ständig weiterzuentwickeln wird jeder entsprechende Bilder gestalten.

Des Weiteren kann ich nur berichten, was mir (anfangs) sehr geholfen hat:

  • Zum Beispiel las bzw. lese ich noch immer viel in Fotomagazinen und Büchern, um Tipps und neue Ideen zu finden. Gerade bei der Einarbeitung in neue Themengebiete ist dies sehr hilfreich.
  • Auch Workshops können helfen, um von ProfifotografInnen Tipps zu bekommen. Einige Mitglieder vom VTNÖ bieten auch Workshops an.
  • Eventuell gibt es in der Umgebung vom Wohnort einen Fotoclub oder Fotostammtisch. Hier besteht die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Hier ist es jedoch abhängig davon, ob diese auch von anderen FotografInnen mit gleichem Themengebiet besucht werden.
  • Mit Freunden gemeinsam auf Fotopirsch zu gehen und sich dabei gegenseitig zu unterstützen und auszutauschen.
  • Und nicht zu vergessen der VTNÖ selbst. Denn im Gegensatz zum Fotostammtisch fand ich hier wirklich Gleichgesinnte, die auch die gleichen fotografischen Interessen haben wie ich.

 

 

Welche Projekte bzw. Vorhaben stehen in deiner Zukunft an, Stefan Schnauder?

Geplant sind unter anderem einige Fototouren / -reisen in unserem schönen Österreich. Ebenso werden wieder die griechischen Inseln Kos und Kalymnos besucht – eigentlich schon eine Tradition. Ebenso erstelle ich mit einem Freund aus Kos die Informationsseite kos-wildlife.com, denn wir haben festgestellt, dass es kaum Information – auch zur Aufklärung – über die Tierwelt auf dieser griechischen Insel gibt.

 

Stefan Schnauder

 

Alle Fotos wurden von Stefan Schnauder gemacht und sind urheberrechtlich geschützt. Mehr Fotos von Stefan findet ihr auf seiner Homepage.

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