Spurensuche – Zu Fuß unterwegs im Krüger Nationalpark

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Als Naturfotografen jagen wir ja nur mit der Kamera. Aber die Tiere jagen oder besser gesagt verjagen uns, wenn wir in ihr Revier eindringen. Nur, was ist das Revier eines Elefanten, eines Nilpferdes, eines Büffels oder von Löwen? Einmal sind wir geduldete Beobachter und im nächsten Moment Eindringlinge. Wer eine Fußsafari im Krüger Park bucht, sollte dies nicht tun, weil er dabei garantiert bessere Tierbilder bekommt, denn in dem Moment, wo der Mensch zu Fuß durch die Wildnis streift, reagiert das Wild viel scheuer, ist viel schneller im Fluchtmodus, sondern um im Ausgleich viel über Tierspuren, Pflanzen und viele andere Aspekte der Wildnis im Nationalpark zu lernen.

 

Spannende Fußsafari im Krüger Nationalpark

Der Löwe hat uns hinter der Dornenhecke bemerkt

 

Das Erlebnis ist komplett anders, wenn du zu Fuß den Tieren begegnest, als wenn du sie aus dem Auto heraus betrachtest. Auf einem abgestorbenen Ast sitzend Nilpferde in einem Fluss zu beobachten, mit dem Wissen, dass diese so verniedlichten Tiere von den Einheimischen viel mehr gefürchtet werden als Löwen oder Elefanten, macht uns schon etwas nervös. Wenn jetzt einer der Bullen aus dem Wasser einen Angriff startet – was dann? Wohin rennst du? Die kleinen Bäume der Umgebung wären wohl kaum ein Schutz und die zwei Gewehre unserer beiden Ranger schauen auch schon recht alt aus…

 

Jede Menge Tierbegegnungen

 

Wanderung zu den Felsmalereien der San

 

Nun, die Hippos haben uns nur neugierig beäugt, die Büffelherde ist zum Glück durchs Tal gedonnert, während wir auf einem Hügel den Sonnenuntergang genossen haben, die Löwen haben abgedreht, wie sie uns hinter einem Dornenbusch sitzend gewittert haben, sie hatten wohl keine Lust auf ein Touristenmenü. Nur der einsame Elefantenbulle blieb für 10 Minuten in Pose, bis er es sich anders überlegte und unsere beiden Ranger das Kommando gaben: „Run“. So richtig ernst genommen haben wir das erst, als die Ranger uns im Laufen überholten. Bis heute wissen wir nicht, ob das ganze ein Test war, denn eigentlich sollten die Ranger ein angreifendes Tier aufhalten. Aber vielleicht wollten sie sich die Munition und das Gewehrreinigen ersparen. Das war der Moment, wo wir beide froh waren, kein Supertele mit 4 kg auf der Kamera zu haben.

 

Der Krüger Nationalpark

 

Der Krüger Park ist mit 20.000 km² der größte in Südafrika, durchschnittlich 55 km breit und 350 km lang. Das Straßennetz beträgt ca. 1.800 km, teilweise asphaltiert oder gute Schotterstraßen. In der Trockenzeit ist daher kein Geländewagen nötig, er hat aber den Vorteil der höheren Sitz- und Fotoposition. Der Süden des Parks wird mehr besucht und rund um die Camps Lower Sabie und Skukuza ist die Vielfalt an Tieren am größten. Wir hatten schon am ersten Tag in diesem Gebiet die „Big Five“ vor der Kameralinse. Weiter nördlich macht das Olifants Camp seinem Namen alle Ehre, hier haben wir die meisten Elefanten gesichtet. Und die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. An der nördlichen Grenze endet der Park am Limpopo Fluss, der auch die Grenze zu Simbabwe bildet. Hier ist die Vegetation deutlich anders als im Süden, so kommen hier die mächtigen Baobab Bäume vor. Im Fluss tummeln sich Krokodile und Nilpferde.

 

Alle Fotos in diesem Beitrag haben Gabriele & Christian Handl gemacht und sind urheberrechtlich geschützt!

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