Rückblick Regionaltreffen Kaunertal

with 1 Kommentar

….oder: Oft kommt es so ganz anders als geplant!

 

Voller Vorfreude sahen 15 VTNÖ-Mitglieder dem gemeinsamen Regionaltreffen im Kaunertal / Tirol entgegen! Nachdem uns das Wetter im Vorjahr mit einem starken Schlechtwettereinbruch einen Strich durch die Rechnung machte und wir das schon lang geplante Treffen kurzerhand absagen mussten, starteten wir im heurigen Juli den zweiten Kaunertal – Versuch. Von Luzia, der Hüttenwirtin unserer Unterkunft im Gepatschhaus, wurden wir bereits erwartet!

Im Kaunertal

Drei extremst motivierte Mitglieder reisten sogar schon einen Tag früher an um die Zeit rund um den Kaunertaler Gletscher bestmöglich nützen zu können. Die ersten Fotos waren schnell im Kasten und bevor ein vermeintlich kleines Sommergewitter die drei Fotografen überraschte, zog man sich in das – mehr oder weniger – trockene Gepatschhaus zurück. Das „kleine“ Sommergewitter entwickelte sich zu einem starken Regenguss und es passierte das Unvorhergesehene: Einige Höhenmeter unterhalb des Gepatschhauses donnerte eine Mure ins Tal und blockierte die zum Gepatschhaus führende Gletscherstraße! Die Stromversorgung wurde unterbrochen … Und das „kleine Sommergewitter“ entpuppte sich als starkes stationäres Gewitter mit Hagel und noch intensiverem Regen.

 

(c) Karin Rollett-Vlcek

 

Die Wetterlage sollte sich auch das ganze Wochenende nicht viel ändern. Außerdem hatte die Mure die Straße auf einer Länge von ca. 800 m bis zu fünf Meter hoch verlegt, die Aufräumarbeiten würden einige Zeit lang dauern … so die Hiobsbotschafen! Und den drei Erstangereisten war nun klar: Sie saßen in der Hütte vorerst mal fest…!

 

 

Szenenwechsel

Von alledem nichts ahnend packten die restlichen TeilnehmerInnen des Regionaltreffens ihre Sachen zusammen und bereiteten sich auf die – mitunter – lange Anreise am nächsten Morgen nach Tirol vor. Am späten Vormittag, schon kurz vor dem Ziel, kam dann der Anruf von den Fotografenkollegen im Gepatschhaus: Die Gletscherstraße ist noch einige Tage aufgrund der Aufräumarbeiten gesperrt. Die anreisenden Teilnehmer würden definitiv nicht nach oben zum Gepatschhaus kommen. Und sie selbst nun auch definitiv nicht mehr runter.

Es folgte ein hektisches Herumtelefonieren der beiden Organisatoren mit allen TeilnehmerInnen und die Überlegungen nach einem Plan B. Während die meisten TeilnehmerInnen unverrichteter Dinge kurzfristig leider wieder die Heimreise antraten, beschlossen ein paar gemeinsam anreisende Fotografen das Beste aus der Situation zu machen. Und anstatt wieder heimzufahren, suchten sie spontan ein Plätzchen in Oberösterreich. Der altbekannte Almsee und die Gegend rundherum sind immer einen Besuch wert. Und hier war für das Wochenende noch das stabilste Wetter vorausgesagt. Die Dame im Tourismusbüro hatte zwar alle Hände voll zu tun, fand aber etwas mühsam noch die vermutlich letzten beiden Zimmer der Umgebung!

Was folgte waren gemütliche kleine Wanderungen zu den Ödseen und ein ruhiger Sonnenuntergang! Immer wieder dachte man an die KollegInnen, die westwärts unter ganz anderen Bedingungen das Wochenende verbringen mussten. Gegenseitig hielten sie sich mit kurzen Anrufen auf dem Laufenden. In der Zwischenzeit wurden einige Personen sogar mit dem Hubschrauber aus dem Kaunertal ausgeflogen. Während die Aufräumarbeiten an der Straße anhielten, bei der sogar Suchhunde und Bergrettung im Einsatz waren.

 

(c) Karin Rollett-Vlcek

Das Beste aus den Situationen machen

Im Kaunertal nützten die Fotografen die kurzen Regenpausen um auf Makrosuche zu gehen. Durchaus sehr erfolgreich! Verschiedene Pflanzen und Orchideen sowie Schmetterlinge waren gemeinsam in den Almwiesen rund ums Gepatschhaus schnell gefunden.

Im Almtal stand nach den Ödseen der Almsee selbst auf dem Programm. Die Morgenstunden verbrachte die kleine FotografInnengruppe am Ufer des Sees und nachmittags besuchten alle den nahe gelegenen Cumberland Wildpark Grünau. Hochsommerliches Wetter begleitete die FotografInnen in Oberösterreich. Und so manch erfrischendes Getränk im gemütlichen Gastgarten hatten sich alle zwischendurch verdient.

 

 

(c) Sonja Jordan

 

Am Samstagnachmittag kam dann der erlösende und doch etwas überraschende Anruf aus dem Kaunertal: Die Arbeiten an der blockierten Straße wurden unter Hochdruck fertig gestellt, Die Gletscherstraße war wieder frei und für alle befahrbar! Glücklich über diese Situation beendeten die drei FotografInnen doch etwas frühzeitig das gemeinsame Wochenende im Kaunertal.

 

In Oberösterreich beschloss man am Sonntagvormittag das spontane Treffen am nahe gelegenen Traunfall ausklingen zu lassen.

 

Dieses Wochenende zeigte wieder einmal: Alles lässt sich planen, das Wetter jedoch nicht! Immer wieder hält es Überraschungen bereit und wirft so manche Pläne durcheinander! Auch wenn die kurzfristige Absage bzw. Planänderung dieses Treffens so manche Unannehmlichkeiten hervorbrachte, sind wir froh, dass am Ende alles gut verlaufen ist und nichts Schlimmeres passierte!

Mit dem Kaunertal haben wir trotz alledem noch eine Rechnung offen! Denn wie heißt es so schön: Aller guten Dingen sind drei…! 🙂

 

Einige fotografische Ergebnisse aus dem Kaunertal kannst du hier sehen:

 

 

… und hier vom Almsee:

 

One Response

  1. Erika Dobner
    | Antworten

    Wunderbare Bilder, jedoch hat sich ein Foto vom Traunfall eingeschlichen,welcher weder im Kauner Tal noch am Almsee ist.Auch nicht in Grünau. Sicherlich ein Hoppala.
    Liebe Grüße
    Erika Dobner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wenn du willst, halten wir dich - maximal einmal monatlich - auf dem Laufenden.