Das Tagestreffen im Nationalpark Thayatal stand ursprünglich unter eher durchwachsenen Wetterprognosen. Umso erfreulicher war es dann aber, dass sich der Tag von seiner besten Seite zeigte: Bei sonnigem und deutlich freundlicherem Wetter als gedacht konnte die 13-köpfige Gruppe die geplante Wanderung durch den Nationalpark in vollen Zügen genießen.
Entlang des Einsiedlerwegs im Thayatal
Der gemeinsame Tag begann beim Nationalparkhaus, von wo aus wir uns auf den „Einsiedlerweg“ begaben. Dieser führte durch die charakteristische Landschaft des Thayatals, durch Wälder und Wiesen und auf verschlungenen Pfaden und kleinen Hohlwegen. Bei einer Wiese vor dem Einsiedlerfelsen, direkt am Ufer der Thaya gelegen, legten wir eine kurze Rast ein und es entstanden die ersten frühherbstlichen Fotos. Der Weg führte weiter über eine Hängebrücke, die als Verbindung zwischen Österreich und Tschechien dient. Bei zwei Aussichtspunkten konnten wir den Nationalpark auch von oben herab überblicken.

Der Hunger meldete sich pünktlich und vehement, sodass der Weg zum Mittagessen fast schon zu schnell bewältigt wurde. Serviert wurde im nahegelegenen Gasthaus bei der Thayabrücke eine köstliche Mischung aus deftigen Klassikern und wohltuenden Getränken, die nicht nur den Magen, sondern auch die Stimmung weiter anheizten. Das gemeinsame Mittagessen wurde von allen sehr geschätzt und bot Gelegenheit, sich auszutauschen und die bisherige Tour in angenehmer Atmosphäre Revue passieren zu lassen. Die Verpflegung war reichlich und gut, sodass viele von uns gestärkt in den zweiten Teil des Tages starten konnten. Einige der weiter angereisten Teilnehmer verabschiedeten sich am Nachmittag, um die Heimreise anzutreten, während der Rest der Gruppe noch Lust hatte eine weitere Wanderung anzuhängen.
Weiter geht’s!
Frisch gestärkt machte sich die Gruppe auf den Weg zu ein paar weiteren Aussichtspunkten. Zunächst stand die neue Aussichtswarte „Umlaufblick“ auf dem Programm, die mit ihrer modernen Gestaltung und dem weiten Blick über das Tal beeindruckte. Von der Warte aus blickt man in die 120 Meter tief eingeschnittene Thaya-Schlucht und die Umlaufberge. Nur wenige Schritte entfernt wartete bereits der nächste Höhepunkt: der Aussichtspunkt Granitzsteig. Von hier bot sich ebenfalls ein herrlicher Blick hinab zur Thaya.

Eigentlich hätte man den Tag an dieser Stelle dann auch gemütlich ausklingen lassen können. Doch in bester VTNÖ-Manier entstand spontan der Vorschlag, noch den restlichen „Merkersdorfer Rundwanderweg“ in Angriff zu nehmen. Die Gruppe war sich einig und sofort dabei, offenbar hatten weder die Beine noch die gute Laune genug. Der Rundwanderweg erwies sich als abwechslungsreiche Ergänzung zum bisherigen Tagesprogramm: idyllische Bergab- und Bergauf-Pfade, stille Waldstücke und immer wieder kleine Blicke ins Tal. Trotz der bereits zurückgelegten Kilometer hielten alle tapfer durch. Der Weg sorgte noch einmal für viel Bewegung, frische Eindrücke und die Gewissheit, dass ein VTNÖ-Treffen nie ganz planbar, dafür aber immer erlebnisreich ist.
Gelungenes Treffen im Thayatal
Am Ende des Tages konnten wir auf ein rundum gelungenes Treffen zurückblicken. Das Wetter hatte sich als viel besser herausgestellt, als die Prognosen vermuten ließen, der Einsiedlerweg mit seiner Hängebrücke war ein spannender Auftakt, der Tritt in den Hundehaufen ein humorvolles Zwischenereignis, das Mittagessen ein kulinarisches Highlight, und die Aussichtspunkte boten unvergessliche Panoramen. Die spontane Verlängerung mit dem Merkersdorfer Rundwanderweg setzte dem Ganzen die Krone auf: Ein zusätzlicher Schub an Naturerlebnis und Bewegung rundeten den Tag ab.
So bleibt das VTNÖ-Treffen im Nationalpark Thayatal in lebhafter Erinnerung: als eine Mischung aus schöner Landschaft, guten Gesprächen, kleinen Zwischenfällen und großer Gemeinschaft. Wer dabei war, wird wohl noch lange davon erzählen. Und wer nicht dabei war, wird spätestens jetzt überzeugt sein, beim nächsten Mal keinesfalls zu fehlen. 🙂

Schon als Kind habe ich meine Freizeit am liebsten draußen verbracht! Die Begeisterung zur Natur, zum Abenteuer und zum Reisen ist für mich von sehr großer Bedeutung, ebenso die Liebe zur Fotografie. Berichte und Fotos gibt es auf meiner Homepage zu sehen.


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