Wildlife-Fotografie in Sambia

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Seit meiner Kindheit habe ich immer davon geträumt einmal in Afrika die unglaubliche Wildnis selbst zu erleben und zu fotografieren. Nun, das Leben war großzügig zu mir und so konnte ich in den letzten 20 Jahren sehr oft die verschiedenen Länder Afrikas bereisen und meine Wünsche erfüllen – so auch in Sambia!

 

Der South Luangwa National Park in Sambia

Während dieser Touren haben sich einige Destinationen zu meinen Lieblingsorten entwickelt, davon der South Luangwa National Park in Sambia. Dieses Gebiet ist eine der artenreichsten Gegenden Afrikas. 60 Säugetierarten und 400 Vogelarten leben in diesem beeindruckendem Park. Der Luangwa Fluss hat die größte Flußpferde-Population in Afrika. Und Krokodile sind fast überall im Fluss. Es ist eines der besten Gebiete für Leoparden! David Attenborough hat hier sein Filmmaterial für seine weltberühmte Doku über Leoparden hier zusammengestellt.

 

Stretchübung vor der abendlichen Jagd

 

Am Anfang der Regensaison spaziert immer eine Elefantenfamilie durch die Rezeption der weltberühmten Mfuwe-Lodge um zu einem uralten Wildmangobaum im Garten zu gelangen.Dieses Ereignis wurde bereits zigmal von allen großen Naturfilmer und glücklichen Touristen dokumentiert. In dem Park lebt auch die Thornicroft´s Giraffe ( oder Rhodesien Giraffe), die endemisch in dem Park sind.

 

 

Der typische Tagesablauf in Sambia

Das Leben im Park ist streng reguliert. Öffnungszeit ist von 6-20 Uhr, d. h. um 5 Uhr aufstehen, frühstücken und rauf auf den offenen Land Rover. Und los geht es. Nach ca 3 bis 4 Std geht es zurück zum Camp um einen Brunch einzunehmen. Und die Kamera zu pflegen und die Akkus aufzuladen. Nach einer längeren Pause geht es wieder um 17:30 Uhr los. Ich hatte das Glück neben dem Fahrer zu sitzen. So konnte ich mit meiner Kamera besser herumhantieren. Jeden Tag ging es in unterschiedliche Gebiete auf der Suche nach Zebras, Steppenpavianen, Giraffen, Warzenschweinen, Kudus usw.

 

 

In der Trockenzeit werden alle möglichen, noch fressbaren Pflanzen und Früchte gefressen. Ein Zebra frisst zum Beispiel eine Wurstbaum-Frucht, die eine verdammt schwer aufzubrechende Schale hat. Die Trockenzeit dauert von Juli bis Oktober. Da ist das Leben für die Pflanzenfresser in Sambia besonders schwer. Am Ende werden viele einfach zu schwach – ein gedeckter Tisch an den wenigen Wasserlöchern für Hyänen und Löwen.

Die Flusspferde sind berühmt berüchtigt. Sorgen sie doch jedes Jahr für einige menschliche Todesopfer. Sie sind sehr unfreundlich und aggressiv, besonders während der Nacht wenn sie zum Fressen an Land kommen. Jeden Nachmittag vor Sonnenuntergang ist die Zeit des Gähnens und da werden die riesigen Eckzähne gezeigt. Bis zu 70 Zähne kann so ein Flusspferd besitzen.

 

African elephant – Loxodonta africana – Afrikanischer Elefant

 

 

Die Hauptdarsteller des Parks

Doch die Hauptdarsteller des Parks in Sambia sind die Elefanten. Sehr zahlreich und in dieser Jahreszeit fast allgegenwärtig. Ein erwachsener Elefant braucht ungefähr 250 Kilo Grünfutter pro Tag! Sie sind nicht immer so friedlich wie sie aussehen. Jeden Abend versammeln sich große Herden am Fluss um anschließend die Plantagen und Gärten der Dörfer zu verwüsten.

Bei einem meiner wildesten unvergesslichsten Wildlife-Momente, die ich je erlebt habe, konnte ich zur Mittagszeit nahe meines Bungalows beobachten, wie ein Zebra in nur 50 cm tiefen Wasser trank. Urplötzlich sprang ein riesiges Krokodil aus dem Schlamm und packte die hinteren Beine des Zebras. Das Zebra war total schockiert und wollte davon laufen, doch das war erst der Beginn eines 4-stündigen Todeskampfes! Die Bilder davon habe ich noch heute in meinem Kopf.

 

 

Während einer Nachfahrt haben wir eine Leopardenmutter mit ihrem Jungen gefunden. Sie hatte ein Impala als Abendessen gerissen und in die Äste eines Uraltbaumes gehängt und angefangen davon zu fressen. Sie hat dann ihr Junges gerufen, das ohne Zögern auf den Baum gesprungen ist und seine Portion abbekommen hat. Dies durfte ich aus nur 15 Meter Entfernung beobachten und fotografieren.

 

 

Leoparden sind meine Lieblingstiere in Afrika. Ich bin sehr dankbar, dass ich solche Möglichkeiten hatte, sie zu sehen und zu fotografieren. Mein Herz wird mich immer wieder in dieses Gebiet ziehen……..

Alle Fotos in diesem Beitrag hat Istvan Keller gemacht und sind urheberrechtlich geschützt.

One Response

  1. Linda Pajer
    | Antworten

    nagyon szépek a fényképek,der Neid lässt mich erblassen 😏🤗

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